Am kommenden Wochenende werden sich wieder an die tausend Onlinehändler in Kassel zum alljährlichen Stelldichein der Nutzer des Shopsystems Plentymarkets einfinden. Ein Event, dem angesichts von fast 3.000 Shopinstallationen durchaus eine gewisse Relevanz zuzubilligen ist.

Wie immer wird es sich der Veranstalter, Plentymarkets, nicht nehmen lassen, Aus- und Einblicke in die kommende Weiterentwicklung des Shopsystems zu geben. Die spannende Frage, die sich dabei stellt ist, wohin sich Plentymarkets entwickeln will. Dies umso mehr, als seit der Veröffentlichung des Plenty-Shopware-Connectors unter Kennern des Unternehmens das Gerücht die Runde macht, dass Plenty sich künftig mehr in Richtung eines umfassenden Warenwirtschaftssystems entwickelt.

Viele Anzeichen sprechen mittlerweile für diese These. Denn das CMS, also der Teil des Shopsystems, der für das Frontend entscheidend ist, hat sich in den vergangenen zwei Jahren kaum durch Innovationen hervorgetan. Auch die Eignung für mobile Devices ist mehr als dürftig. Ein wenig ist die Entwicklung moderner Shopsysteme in diesem Bereich an Plenty vorbeigelaufen.

Auf der anderen Seite ist zu beobachten, dass sich bei der Prozessabbildung immens viel getan hat. Die Automatisierung vieler Einzelprozesse des Versandgeschäftes schreitet gut voran. Und die Lagerverwaltung lässt sich mittlerweile durchaus sehen. Selbst komplexe Anforderungen, z. B. Dropshipping und Zusammenarbeit mit Fulfillmentdienstleistern sind zufriedenstellend zu realisieren. Sicher haben hier noch Spezialisten, wie z. B. pixi* die Nase noch ein wenig vorn. Aber Plenty nähert sich. Und das nicht in Tippelschritten.

Die Frage, die sich mir persönlich stellt, ist, ob Plenty immer noch das Einsteigersystem ist, das es mal war. Das muss jeder Shopgründer sehr genau evaluieren. Einen Shop mit Plenty zu launchen wird ohne die Hilfe einer Agentur immer schwieriger. Dies zumal Plenty auch noch seine Helpdesk-Politik zum Nachteil der Einsteiger verändert hat. Eine echte Überlegung könnte es auf jeden Fall sein, zunächst auf das deutlich schlankere Shopware zu setzen und später Plenty anzubinden. Vor allem dann, wenn man zunächst mit kleinem Warenangebot startet. Wer jedoch von Beginn an mit großem Sortiment und komplexen logistischen Prozessen arbeiten will/muss, für den ist Plenty nach wie vor sicher nicht die schlechteste Wahl.

Info zum Plentymarkets-Kongress:

Termin: 14.02.2014
Kassel, Kongresshaus
Infos unter https://www.plentymarkets.eu/online-haendler-kongress/
Ticketpreis: 99,– Euro (zzgl. MwSt.)

PlentyMarkets – Quo vadis?
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